Angehörige können im Heimbeirat mitwirken

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Viele Pflegebedürftige sind
gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage

Die meisten Pflegeheime freuen sich, wenn
die Bewohner regelmäßig Besuch von Angehörigen bekommen. In manchen
Einrichtungen ist der enge Kontakt sogar ausdrücklich erwünscht und
wird durch besondere Angebote, wie beispielsweise
Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Besucher, gefördert. Was
viele nicht wissen: Angehörige haben auch die Möglichkeit, in der
Bewohnervertretung oder im Heimbeirat aktiv mitzuwirken.

© Rainer
Sturm/pixelio.de

Das Recht von Pflegebedürftigen auf Mitwirkung in der
Einrichtung ist gesetzlich festgelegt. Bewohnerbeiräte vertreten
die Interessen der Pflegebedürftigen. Sie machen Vorschläge,
reichen Beschwerden ein und müssen bei einer Erhöhung der

Heimkosten
gehört werden. Gewählt wird im
Zwei-Jahres-Turnus. Ein engagierter Beirat kann die Qualität eines
Pflegeheims merklich verbessern.

Familienmitglieder als
Bewohnervertretung

Zwar sollten die Beiräte in erster Linie aus Heimbewohnern
bestehen. Doch viele
Pflegebedürftige
sind dazu gesundheitlich nicht mehr in
der Lage. Deshalb haben auch Familienmitglieder laut Gesetz die
Möglichkeit, sich in die Bewohnervertretung wählen zu lassen. Für
sie bedeutet die Mitwirkung im Beirat eine Chance, dem
Pflegebedürftigen Gutes zu tun und die Pflegesituation in der
Einrichtung zu verbessern.

Die meisten Angehörigen wissen jedoch nichts von dieser
Möglichkeit. Viele Einrichtungen geben diese Information auch nicht
weiter. Es kommt häufig vor, dass kein Heimbeirat zustande kommt,
weil zu wenige Kandidaten zur Verfügung stehen. In solchen Fällen
muss die Heimaufsicht eine externe Vertrauensperson bestellen.
Diese kann jedoch ein mehrköpfiges Gremium nur schwer ersetzen.

Selbst Initiative ergreifen und
kandidieren

„Die Bewohnervertretungen könnten eine
Verstärkung durch Angehörige dringend gebrauchen“
, betont
Ulrike Kempchen, Leiterin der Rechtsabteilung der
Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen
(BIVA). Einrichtungen hätten oft wenig
Interesse an einem starken Beirat. „Sie fürchten
Einmischungen in den Geschäftsbetrieb oder Störungen des täglichen
Ablaufs und übersehen, dass ein Beirat der Einrichtung großen
Nutzen bringen kann und zu den grundlegenden Rechten der Bewohner
zählt.“
Kempchen rät Menschen, deren Angehörige in einer
Einrichtung leben, selbst die Initiative zu ergreifen und sich als
Kandidatin oder Kandidat zur Verfügung zu stellen.

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