Besser hören mit Cochlea-Implantat

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Besser hören mit Cochlea-Implantat

VdK setzt neuen Prozessor für Mitglied
durch

Mit ihrem neuen Sprachprozessor hört
VdK-Mitglied Gertrud Paulus aus Niedersachsen jetzt wieder gut.
Mithilfe des VdK erreichte sie, dass die Krankenkasse die Kosten
von rund 11.000 Euro übernahm.

© imago
images / localpic

Gertrud Paulus (70) ist bereits seit mehr als 20 Jahren
VdK-Mitglied. Da sie blind und hochgradig schwerhörig ist, hat sie
einen
Grad der Behinderung (GdB)
von 100 mit den
Merkzeichen
„G“, „H“, „Bl“ und „RF“ sowie Pflegegrad 2.
Aufgrund ihrer Schwerhörigkeit trägt sie ein Cochlea-Implantat
(CI). Diese Technik ersetzt die
Funktion des ausgefallenen Innenohrs. Dabei werden Sprache und
Geräusche über ein Mikrofon aufgenommen und an einen
Sprachprozessor hinter dem Ohr weitergeleitet.

Das Hören mit CI entwickelt sich
kontinuierlich weiter. Um diesen Prozess zu fördern, ist es nötig,
den Sprachprozessor regelmäßig zu überprüfen. Die
Hörgeräteakustikerin hatte festgestellt, dass das sechs Jahre alte
Modell nicht mehr hinreichend genau genug einstellbar war. Daher
beantragte Gertrud Paulus Anfang des Jahres 2018 bei ihrer
gesetzlichen Krankenkasse die Kostenübernahme für einen neuen
Sprachprozessor CP 910. Dieser
überträgt Audiosignale an ein Cochlea-Implantat.

Doch die AOK schickte dem
VdK-Mitglied einen Ablehnungsbescheid. Die Kasse begründete das
damit, dass eine Feineinstellung des vorhandenen Sprachprozessors
ausreichend sei.

Daraufhin erhob VdK-Sozialrechtsreferentin Claudia
Hilscher-Meinert von der VdK-Kreisverbandsgeschäftsstelle Hameln
Widerspruch. Sie verwies in ihrem Schreiben an die Kasse darauf,
dass Gertrud Paulus mit dem neuen Prozessor Worte auch bei
Störgeräuschen erheblich besser verstehen könne. Dadurch werde die
Kommunikation mit anderen Menschen erleichtert. Das war bei einer
Untersuchung in der HNO-Klinik der
Medizinischen Hochschule Hannover festgestellt worden.

Leichter zu handhaben

Wegen ihrer Blindheit ist das VdK-Mitglied besonders darauf
angewiesen, dass sich die Technik auch einfach bedienen lässt. Das
ist mit dem Sprachprozessor CP 910
gewährleistet. Das neue Modell lässt sich mit nur einer
Fernbedienung deutlich besser handhaben als das alte Gerät.

Der
Widerspruch
der VdK-Sozialrechtsreferentin war
erstaunlich schnell erfolgreich. Bereits im Juli 2018 teilte die
Krankenkasse AOK mit, dass sie die
Kosten für den neuen Sprachprozessor von rund 11.000 Euro
übernimmt. Gertrud Paulus ist sehr froh über die Entscheidung.

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sko

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