Immer mehr müssen früher aus dem Job

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Abschläge bei der
Erwerbsminderungsrente gehören endlich abgeschafft!

Die VdK-Kampagne #Rentefüralle geht der
Frage nach „Wie geht gerechte Rente?“ Der
Sozialverband weiß, wie es funktionieren kann.

Plakatmotiv der VdK-Rentenkampagne mit der Aufschrift "Wieso wird die Rente gekürzt, wenn man sich kaputt gearbeitet hat?"

Die VdK-Forderungen sind klar zu den verschiedenen
Themenbereichen formuliert. Ein Beispiel ist die
Erwerbsminderungsrente
. Nicht jeder schafft es, bis zur
Regelaltersgrenze zu arbeiten. Wer vorher seinen Beruf aufgeben
muss, weil die Gesundheit nicht mehr mitmacht, dem droht in
Deutschland akute Armut.

In Deutschland gibt es etwa 1,8 Millionen
Erwerbsminderungsrentnerinnen und -rentner. Sie machen mittlerweile
20 Prozent aller Neurentner aus. Es ist nicht leicht, eine
Erwerbsminderungsrente anerkannt zu bekommen. In knapp der Hälfte
der Fälle wird dieser Antrag abgelehnt. Das heißt, dass die Zahl
der Antragsteller noch deutlich höher liegt – und dass immer mehr
Menschen zwar nicht mehr arbeiten können, aber auch keine Rente
erhalten, weil sie im Sinne der gesetzlichen Vorgaben nicht krank
genug sind. Aber auch diejenigen, die eine solche Rente erhalten,
leben häufig in Armut. Denn die durchschnittliche volle
Erwerbsminderungsrente beträgt gerade einmal rund 790 Euro.

Die Zahl der Erwerbsminderungsrentner ist seit 2008 stetig
gestiegen. Beispielsweise in der Pflege hat die psychische und
physische Belastung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen,
weshalb immer mehr Pflegekräfte aus gesundheitlichen Gründen nicht
mehr arbeiten können. Der steigenden Anzahl von
Erwerbsminderungsrentnern steht eine stetige Verringerung der
Rentenbeträge gegenüber. Lag die durchschnittliche
Erwerbsminderungsrente für einen Mann in den alten Bundesländern im
Jahr 2000 noch bei monatlich 875 Euro, bekamen Männer 2015 nur noch
durchschnittlich 702 Euro im Monat. Frauen in den westlichen
Bundesländern erhielten 2015 durchschnittlich 640 Euro
monatlich.


#Rentefüralle: Was fordern wir bei
der Erwerbsminderungsrente?

Wer vor dem gesetzlichen Rentenalter
wegen einer Krankheit oder eines Unfalls seinen Job aufgeben muss,
dem droht akute Armut. Den meisten Betroffenen bleibt nur eine
geringe Erwerbsminderungsrente. Daher stellen wir uns als
Sozialverband VdK die Frage: „Wieso wird die Rente gekürzt, wenn
man sich kaputt gearbeitet hat?“


Deshalb fordert der VdK in seiner aktuellen bundesweiten
Kampagne #Rentefüralle eine
verlässliche Absicherung für Menschen, die aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr arbeiten können. Die ungerechten Abschläge auf
Erwerbsminderungsrenten von bis zu 10,8 Prozent müssen weg! Niemand
sucht es sich aus, nicht mehr arbeiten zu können. Der Abschlag
beträgt 0,3 Prozent für jeden Monat, den man vorzeitig in Rente
geht. Maximal kann der Rentenabschlag 10,8 Prozent betragen. Diese
Kürzung gilt lebenslang, auch bei der zukünftigen Altersrente.

Aktuell wird kein Unterschied gemacht, ob jemand freiwillig oder
krankheitsbedingt früher in Rente geht. Die Abschläge sind in
beiden Fällen gleich hoch. In den vergangenen Jahren wurden zwar
Verbesserungen beschlossen, die zu höheren Eingangsrenten führen.
Aber dies gilt nur für Menschen, die neu eine
Erwerbsminderungsrente erhalten. Die bisherigen Bezieher bleiben
davon ausgeschlossen und müssen weiter mit kleinen Renten leben.
Deshalb fordert der VdK eine Gleichbehandlung von allen Beziehern –
egal, wann diese in Erwerbsminderungsrente gehen mussten.

Damit zukünftig weniger Menschen auf eine Erwerbsminderungsrente
angewiesen sind, fordert der VdK bessere Arbeitsbedingungen und
mehr Rehabilitation und Prävention.

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ikl

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