Versorgung mit Hilfsmitteln wird verbessert

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Im Hilfsmittelverzeichnis finden Patienten
alles, wofür die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Diesen Katalog hat der GKV-Spitzenverband nun überarbeitet. Die
langjährige Forderung des Sozialverbands VdK nach zuzahlungsfreien
und qualitativ hochwertigen Produkten wurde mit der Aktualisierung
aufgegriffen.

Hilfsmittel: Was steht Versicherten zu,
welche Verbesserungen gibt es? | ©
imago/MITO

Modernste Prothesen, leichtere Rollatoren und
Inkontinenzprodukte, die dicht halten: Auf diese Versorgung haben
gesetzlich Versicherte, die Hilfsmittel benötigen, künftig
Anspruch. In der Vergangenheit hatte es besonders viel Ärger mit
qualitativ schlechten Inkontinenzprodukten gegeben. VdK-Mitglieder
berichteten, dass sie auf eigene Rechnung Produkte kaufen mussten.
Die zuzahlungsfreien Alternativen bestanden den Praxistest meist
nicht. Inzwischen müssen die Inkontinenzprodukte
Mindestanforderungen erfüllen.

Hilfsmittel: Patient kann wählen

Ob bei Inkontinenzeinlagen oder anderen Hilfsmitteln: Generell
müssen Patienten unter mehreren zuzahlungsfreien Produkten wählen
können, bevor man sie im Sanitätshaus über teurere Alternativen
informiert. Das hatte der VdK, der aus seiner Rechtsberatung viele
solcher Fälle kennt, immer wieder gefordert. Künftig soll die
Versorgung mit einem Hilfsmittel genauer auf die Situation des
einzelnen Patienten zugeschnitten werden. Wenn beispielsweise
jemand einen Elektro-Rollstuhl im Nahverkehr benutzen will, soll
die Krankenkasse ihm ein dafür geeignetes Modell finanzieren. Wie
sich die Aktualisierungen des Hilfsmittelkatalogs in der Praxis
bewähren, muss sich allerdings erst zeigen.

Der VdK begrüßt zudem den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn, die Ausschreibungen von Hilfsmitteln durch die
gesetzlichen Krankenkassen zu beenden. „Das ist ein
längst fälliger Schritt. Denn Ausschreibungen bedeuten für
Patienten und Pflegebedürftige häufig mangelhafte Produkte, einen
hohen bürokratischen Aufwand, mangelnde wohnortnahe Versorgung und
die Bindung an einen Lieferanten, der versucht, Produkte an die
Patienten zu verkaufen, für die sie draufzahlen müssen“
, so
VdK-Präsidentin Verena Bentele. Was Patienten und Pflegebedürftige
hingegen brauchen, sind bezahlbare qualitativ hochwertige
Hilfsmittel, zu denen sie leichten Zugang haben und die ihrem
Bedarf wirklich gerecht werden. Der bisherige Preiskampf um das
billigste Angebot gehe zu oft zulasten der Patienten.

Laut GKV-Spitzenverband erhielten im Jahr 2017 die gesetzlich
Krankenversicherten Hilfs- und Pflegehilfsmittel in Höhe von acht
Milliarden Euro. Dazu gehören unter anderem Bandagen, Hörgeräte,
Inkontinenzprodukte, Rollstühle, Kompressionsstrümpfe, Prothesen,
Insulinpumpen, Blindenführhunde und Applikationshilfen zur
Verabreichung von Arzneimitteln. Jede Produktgruppe im
Hilfsmittelverzeichnis soll mindestens alle fünf Jahre aktualisiert
werden.

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Das Bild zeigt einen Teil eines Rollstuhls.
Was ist ein Hilfsmittel, was ein
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11.01.2018 | ime

ikl

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